© Globolab e.V. 2009 - 2016
...ist eines der ärmsten Länder der Erde. Fläche: ca. 70.000 km²  (so groß wie Bayern) Einwohnerzahl:  über 6 Mio. (Bayern: 12,5 Mio.) Amtssprache: Englisch Hauptstadt: Freetown (900.000 EW) Ethnien: Mende ca. 30 % Temne ca. 30 % Rest: Limba, Kono, Bullom-Sherbro, Fula, Mandingo, Kuranko, Susu, Yalunka und Kreolen (Krio). Religionen: 70 % Moslems 20 % Christen 10 % Naturreligionen Es gibt keinerlei Spannungen zwischen den einzelnen Ethnien oder Gläubigen ! Lebensbedingungen in Sierra Leone Die Lebenserwartung liegt nach WHO-Angaben bei 42,6 Jahren (2006). Damit zählt Sierra Leone zu den fünf Ländern mit den niedrigsten Lebenserwartungen weltweit. Etwa 70 % der Bevölkerung lebt mit einem Einkommen von weniger als  einem US-Dollar pro Tag in extremer Armut. 31 % Sterblichkeitsrate bis zum 40sten Lebensjahr 18 % Kindersterblichkeit 30 % untergewichtige Kinder unter 5 Jahre 47 % ohne Versorgung mit keimfreien Wasser Zwischen 1991 und 2002 tobte ein äußerst brutal geführter Bürgerkrieg in Sierra Leone. Noch heute sieht man zahlreiche arm- und/oder beinamputierte Opfer der Rebellen bzw. der damaligen Regierungstruppen. Das Projekt im Krankenhaus "St. John of God" - Lunsar, Sierra Leone Das Kankenhaus "St. John of God" liegt ca. 100 km von Freetown im Landesinneren. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden. "St. John of God" ist eine christlich geführte Klinik - die Mitarbeiter jedoch gehören allen Religionen an (Christen, Moslems etc.) Im Gegensatz zu der Klinik in der Hauptstadt Freetown arbeitet "St. John of God" auf "Non-Profit-Basis". Die Patienten zahlen nur die tatsächlich entstandenen Kosten - Kinder werden grundsätzlich kostenlos behandelt. Zur Zeit arbeiten 3 einheimische Ärzte in "St. John of God", darüber hinaus entsendet ein "Kooperationskrankenhaus" aus Spanien von Zeit zu Zeit (Kinder)Ärzte sowie Pflegekräfte. Trotz der intensiven Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Barcelona verfügt "St. John of God" nur über ein sehr schlecht ausgerüstetes Labor. Es existiert nur ein Gerät für die allerwichtigsten Blutuntersuchungen (seit 3 Jahren defekt) - ansonsten werden (durch Zentrifugation) die festen Blutbestandteile ermittelt (Hämatokrit) und es werden unter einfachen Mikroskopen Blutzellen ausgezählt. Zahlreichen Patienten mit bakteriellen Infektionen kann nicht geholfen werden, da keine Mikrobiologie zur Verfügung steht. In Europa unvorstellbar - aber hier in Sierra Leone sterben Menschen an einem infizierten Mückenstich oder an einem eitrigen Zahn und natürlich trifft es die schwächsten am härtesten: die Kinder.